Deutscher Jugendliteraturpreis 2013: die Preisträger und Nominierten 🏆

Ein Bär, der seinen Hut sucht, und ein Roman, in dem kein Schuss fällt und der trotzdem vom Krieg erzählt: Selten lagen die Preisbücher eines Jahrgangs so weit auseinander wie 2013. Neben Jon Klassens wortkargem Bilderbuch und Tamta Melaschwilis Roman „Abzählen“ aus dem Georgischen zeichnete die Kritikerjury Frank Cottrell Boyces „Der unvergessene Mantel“ und Reinhard Kleists Graphic Novel „Der Boxer“ aus. Die Jugendjury entschied sich für John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“.

Den Sonderpreis für das Gesamtwerk erhielt 2013 der Autor Andreas Steinhöfel. Vier der fünf Preisbücher sind Übersetzungen – drei aus dem Englischen, eines aus dem Georgischen –, nur „Der Boxer“ ist ein deutschsprachiges Original.

Die Preisträger 2013 auf einen Blick

Sparte Buch Autor/Illustration Verlag
Bilderbuch „Wo ist mein Hut?“ Jon Klassen (Text und Bild), übersetzt von Thomas Bodmer NordSüd
Kinderbuch „Der unvergessene Mantel“ Frank Cottrell Boyce, Fotos von Carl Hunter und Clare Heney, übersetzt von Salah Naoura Carlsen
Jugendbuch „Abzählen“ Tamta Melaschwili, übersetzt von Natia Mikeladse-Bachsoliani Unionsverlag
Sachbuch „Der Boxer“ Reinhard Kleist Carlsen
Preis der Jugendjury „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ John Green, übersetzt von Sophie Zeitz Hanser

Was aus den Büchern von 2013 wurde

  • „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ wurde zum Welterfolg und kam 2014 als Verfilmung ins Kino. Der Roman gehört heute zu den meistgelesenen Jugendbüchern seiner Zeit und wird auch im Unterricht behandelt.
  • „Wo ist mein Hut?“ bekam mit „Das ist nicht mein Hut“ einen Nachfolger, für den Jon Klassen die Kate Greenaway Medal erhielt.
  • „Der unvergessene Mantel“ ist bis heute als Taschenbuch lieferbar; Frank Cottrell Boyce wurde später Kinderbuchbotschafter Großbritanniens (Children's Laureate).
  • Reinhard Kleist blieb bei grafischen Biografien: 2016 war er mit „Der Traum von Olympia“ erneut für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
  • Susan Kreller, 2013 mit ihrem Debüt „Elefanten sieht man nicht“ nominiert, gewann zwei Jahre später mit „Schneeriese“ den Preis in der Sparte Jugendbuch.

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Ausgezeichnet und nominiert: der Jahrgang 2013

Diese Liste wurde zuletzt aktualisiert am 5.11.2026. Es gibt auch eine Druckversion dieser Liste .
  1. 🏆 Preisträger Bilderbuch

    Wo ist mein Hut?

    Wo ist mein Hut? von Jon Klassen, aus dem Englischen übersetzt von Thomas Bodmer, ist ein schwarzhumoriges Bilderbuch mit sehr wenig Text und sehr viel Hintersinn. 2013 wurde es mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch ausgezeichnet.

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  2. 🏆 Preisträger Kinderbuch

    Der unvergessene Mantel

    Der unvergessene Mantel von Frank Cottrell Boyce, aus dem Englischen übersetzt von Salah Naoura, ist ein Kinderroman über eine besondere Freundschaft, illustriert mit Polaroid-Fotos von Carl Hunter und Clare Heney. 2013 erhielt er den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch.

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  3. 🏆 Preisträger Jugendbuch

    Abzählen

    Abzählen von Tamta Melaschwili, aus dem Georgischen übersetzt von Natia Mikeladse-Bachsoliani, ist ein kurzer Roman über Mädchen im Krieg, in dem kein einziger Schuss fällt. 2013 wurde er mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch ausgezeichnet.

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  4. 🏆 Preisträger Sachbuch

    Der Boxer: Die Überlebensgeschichte des Hertzko Haft

    Der Boxer von Reinhard Kleist ist eine Graphic Novel über das Leben des polnischen Juden Hertzko Haft, der die Konzentrationslager überlebte, weil die Nationalsozialisten ihn dort als Boxer gegen Mithäftlinge antreten ließen. 2013 wurde das Buch mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Sachbuch ausgezeichnet.

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  5. 🏆 Preis der Jugendjury

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green, aus dem Englischen übersetzt von Sophie Zeitz, ist ein Jugendroman über zwei krebskranke Jugendliche, die sich ineinander verlieben. 2013 wählte die Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises ihn zu ihrem Preisbuch.

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  6. 📜 Nominiert Bilderbuch

    Der Tag, an dem Louis gefressen wurde

    Der Tag, an dem Louis gefressen wurde von John Fardell, aus dem Englischen übersetzt von Bettina Münch, ist ein fantasievolles Bilderbuch über eine mutige große Schwester. 2013 war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch nominiert.

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  7. 📜 Nominiert Kinderbuch

    Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor

    Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor von Joke van Leeuwen, aus dem Niederländischen übersetzt von Hanni Ehlers und mit Zeichnungen der Autorin, ist ein Kinderroman über Krieg und Flucht aus der Sicht eines Mädchens. 2013 war er für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch nominiert.

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  8. 📜 Nominiert Jugendbuch

    Elefanten sieht man nicht

    Elefanten sieht man nicht von Susan Kreller ist ein Jugendroman über Gewalt in einer Familie und über die Frage, wann man eingreifen muss. Das Romandebüt der Autorin war 2013 für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch nominiert.

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  9. 📜 Nominiert Jugendbuch

    Pampa Blues

    Pampa Blues von Rolf Lappert ist ein melancholisch-komischer Jugendroman über einen Jungen in einem Dorf, in dem nichts passiert. 2013 war er für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch nominiert.

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  10. 📜 Nominiert Sachbuch

    Heute bin ich: Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013, Kategorie Sachbuch

    Heute bin ich von Mies van Hout ist ein außergewöhnliches Bilderbuch, das die bunte Vielfalt menschlicher Gefühle in eindrucksvollen Illustrationen sichtbar macht. Jede Doppelseite zeigt einen farbenfrohen Fisch, der eine Emotion ausdrückt – von glücklich über wütend bis hin zu ängstlich oder stolz. So werden Kinder spielerisch eingeladen, ihre eigenen Gefühle zu entdecken und zu benennen.

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Quelle der Preisvergabe 2013: de.wikipedia.org

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