Pampa Blues*

Pampa Blues von Rolf Lappert ist ein melancholisch-komischer Jugendroman über einen Jungen in einem Dorf, in dem nichts passiert. 2013 war er für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch nominiert.

Der 16-jährige Ben lebt in Wingroden, einem abgelegenen Nest, dessen Name ein Anagramm von „Nirgendwo“ ist. Er kümmert sich um seinen dementen Großvater, arbeitet in einer Gärtnerei und schlägt sich mit den wenigen Sonderlingen des Dorfes herum, während seine Mutter als Jazzsängerin durch Europa tourt. Ben träumt davon, nach Afrika zu gehen. Als eine junge Frau im Dorf auftaucht und der Bürgermeister einen absurden Plan ausheckt, um Touristen anzulocken, gerät Bens Leben in Bewegung.

Lappert lässt die Geschichte langsam und ruhig beginnen; im zweiten Teil nimmt sie Tempo auf und führt über überraschende Wendungen zu einem kuriosen Ende. Ben beobachtet seine Umgebung genau und schonungslos, aber mit viel Sympathie für die Menschen um ihn herum. Der Roman wird häufig als Schullektüre gelesen.

Fazit: Ein lakonischer, warmherziger Roman über Verantwortung, Sehnsucht und das Erwachsenwerden in der Provinz für Jugendliche ab 14 Jahren.

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