Deutscher Jugendliteraturpreis 1987: die Preisträger und Nominierten 🏆
Zwei Kerle, ein blauer und ein roter, streiten sich durch ein Loch in einem Berg – David McKees Bilderbuchparabel „Du hast angefangen! Nein, du!“ eröffnete 1987 einen Jahrgang, in dem es auffallend oft um Verständigung und um Erinnerung ging. Fünf Preise vergab die Jury des Deutschen Jugendliteraturpreises, der bis 1980 Deutscher Jugendbuchpreis hieß: je einen für Bilderbuch, Kinderbuch und Jugendbuch und zwei für Sachbücher.
Einer davon ging an Charlotte Kerner für ihre Biografie der Physikerin Lise Meitner. Kerner stand danach noch zweimal auf der Auswahlliste, 1989 mit einer Lebensgeschichte der Maria Sibylla Merian und 1990 mit dem Roman „Geboren 1999“.
Wer 1987 in welcher Sparte gewann
- Bilderbuch: „Du hast angefangen! Nein, du!“ von David McKee, übersetzt von Rolf Inhauser – zwei Nachbarn, ein Berg dazwischen und ein Streit, der den Berg zum Einsturz bringt.
- Kinderbuch: „Oma und ich“ von Achim Bröger, illustriert von Nell Graber – ein Nachmittag voller Angst um die Großmutter und eine unerwartete Freundschaft.
- Jugendbuch: „Briefe an die Königin der Nacht“ von Inger Edelfeldt, übersetzt von Birgitta Kicherer – Briefe und Tagebuch eines Gymnasiasten in einer schweren Krise.
- Kindersachbuch: „Mein verlorenes Land“ von Huynh Quang Nhuong, illustriert von Jub Mönster, übersetzt von Helga Pfetsch – Erinnerungen an eine Dorfkindheit im Hochland Vietnams.
- Jugendsachbuch: „Lise, Atomphysikerin“ von Charlotte Kerner – das Leben der Lise Meitner zwischen Wissenschaft, Exil und Kernspaltung.
Unser Lesetipp aus dem Jahrgang
„Die Insel in der Vogelstraße“ von Uri Orlev stand 1987 nur auf der Auswahlliste, gehört für uns aber zu den Büchern dieses Jahrgangs, die man Kindern heute am ehesten in die Hand geben kann. Orlev erzählt vom elfjährigen Alex, der sich in einer Ruine des Warschauer Ghettos versteckt und auf die Rückkehr seines Vaters wartet. Die Robinson-Geschichte macht das Unvorstellbare greifbar, ohne Kinder zu überfordern. Wer mit Kindern ab etwa 11 Jahren über den Holocaust sprechen möchte, findet hier einen behutsamen Einstieg.
Fünf Preisträger und zwei Bücher der Auswahlliste von 1987
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🏆 Preisträger Bilderbuch
Du hast angefangen! Nein, du!
Mehr Informationen zu Du hast angefangen! Nein, du!Du hast angefangen! Nein, du! von David McKee, übersetzt von Rolf Inhauser, ist ein Bilderbuch über Streit und Versöhnung. An der Westseite eines Berges, wo die Sonne untergeht, lebt ein blauer Kerl, an der Ostseite, wo sie aufgeht, ein roter Kerl.
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🏆 Preisträger Kinderbuch
Oma und ich
Mehr Informationen zu Oma und ichOma und ich von Achim Bröger ist eine realistische Kindergeschichte über die Liebe zwischen einem Mädchen und seiner Großmutter. Sie spielt an einem einzigen Nachmittag.
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🏆 Preisträger Jugendbuch
Briefe an die Königin der Nacht
Mehr Informationen zu Briefe an die Königin der NachtBriefe an die Königin der Nacht von Inger Edelfeldt, aus dem Schwedischen übersetzt von Birgitta Kicherer, ist ein Brief- und Tagebuchroman für Jugendliche. Er zeichnet das Porträt eines jugendlichen Außenseiters in einer schweren Lebenskrise.
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🏆 Preisträger Kindersachbuch
Mein verlorenes Land
Mehr Informationen zu Mein verlorenes LandMein verlorenes Land von Huynh Quang Nhuong, mit Bildern von Jub Mönster und übersetzt von Helga Pfetsch, erzählt von einer Kindheit im zentralen Hochland von Vietnam. Der Untertitel lautet „Erlebnisse eines Jungen aus Vietnam“.
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🏆 Preisträger Jugendsachbuch
Lise, Atomphysikerin
Mehr Informationen zu Lise, AtomphysikerinLise, Atomphysikerin von Charlotte Kerner ist eine Biografie der Physikerin Lise Meitner für Jugendliche. Der Untertitel lautet „Die Lebensgeschichte der Lise Meitner“.
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📜 Auswahlliste Kinderbuch
Die Insel in der Vogelstraße
Mehr Informationen zu Die Insel in der VogelstraßeDie Insel in der Vogelstraße von Uri Orlev, aus dem Hebräischen übersetzt von Beate Esther von Schwarze, ist ein Kinderroman, der im Warschauer Ghetto spielt. Der elfjährige Alex muss allein zurechtkommen, nachdem die Deutschen das Ghetto geräumt und auch seinen Vater verschleppt haben.
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📜 Auswahlliste Jugendbuch
Die endlose Steppe
Mehr Informationen zu Die endlose SteppeDie endlose Steppe von Esther Hautzig, aus dem Englischen übersetzt von Ulrike A. Pollay, ist ein autobiografischer Roman. Die Autorin, eine polnische Jüdin, erzählt darin, wie sie 1941 als Kind mit ihrer Familie nach Sibirien verschleppt wurde.
Alle Jahrgänge: Deutscher Jugendliteraturpreis
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Quelle der Preisvergabe 1987: de.wikipedia.org
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