Mein verlorenes Land*
Mein verlorenes Land von Huynh Quang Nhuong, mit Bildern von Jub Mönster und übersetzt von Helga Pfetsch, erzählt von einer Kindheit im zentralen Hochland von Vietnam. Der Untertitel lautet „Erlebnisse eines Jungen aus Vietnam“.
Der Autor wuchs in einem Dorf auf und musste sein Land später verlassen; durch den Krieg wurde die Welt seiner Kindheit zerstört. Vom Krieg selbst erzählt das Buch nicht. Es bewahrt in einzelnen Geschichten die Erinnerung an eine bäuerliche Kultur, an Traditionen, Geschichten und Deutungen. Im Mittelpunkt steht die Dorfgemeinschaft, die durch die Gefahr wilder Tiere eng zusammenhält. Tiere erscheinen dabei nicht nur als Gegner, sondern als eigenständige, manchmal unheimliche Wesen, denen die Menschen Absichten und Charakter zuschreiben – die gezähmten ebenso wie die wilden.
So lernen junge Leserinnen und Leser eine fremde Lebenswelt kennen und spüren zugleich die Trauer des Erzählers um das verlorene Land. 1987 erhielt das Buch den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kindersachbuch.
Ein erzählendes Sachbuch für Kinder ab dem späten Grundschulalter, die Abenteuer mögen und etwas über das Leben in einem anderen Teil der Welt erfahren wollen.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1987: Preisträger Kindersachbuch
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