Die Insel in der Vogelstraße*
Die Insel in der Vogelstraße von Uri Orlev, aus dem Hebräischen übersetzt von Beate Esther von Schwarze, ist ein Kinderroman, der im Warschauer Ghetto spielt. Der elfjährige Alex muss allein zurechtkommen, nachdem die Deutschen das Ghetto geräumt und auch seinen Vater verschleppt haben.
In einer Ruine versucht Alex, wie ein Robinson auf seiner Insel zu überleben. Dabei hält er sich an einem Gedanken fest: Sein Vater wird zurückkommen. Dieser Glaube und die Erinnerung an die Ratschläge des Vaters helfen ihm, die schlimme Einsamkeit auszuhalten.
Uri Orlev hat als Kind selbst das Warschauer Ghetto überlebt. Trotz des dunklen historischen Hintergrunds ist seine Geschichte versöhnlich erzählt; sie macht Kindern durch eine Abenteuer- und Überlebenshandlung vorstellbar, was damals wirklich geschah. Das Buch stand 1987 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch.
Ein spannender und behutsamer Roman für Kinder ab 11 Jahren, der sich gut eignet, um mit ihnen über den Holocaust zu sprechen.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 1987: Auswahlliste Kinderbuch
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