Die endlose Steppe*

Die endlose Steppe von Esther Hautzig, aus dem Englischen übersetzt von Ulrike A. Pollay, ist ein autobiografischer Roman. Die Autorin, eine polnische Jüdin, erzählt darin, wie sie 1941 als Kind mit ihrer Familie nach Sibirien verschleppt wurde.

Fünf Jahre lang lebt die Familie in der Verbannung, in einer kargen, endlos weiten Landschaft. Sie erlebt unsägliche Strapazen, doch ihre Traditionen und ihr Zusammenhalt tragen sie durch diese Zeit. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Erlebnisse des heranwachsenden Mädchens, wie sie zu jedem Erwachsenwerden gehören – nur eben vor einem Hintergrund, der unverwechselbar ist.

Gerade diese Mischung aus alltäglichem Erleben und historischer Ausnahmesituation macht das Buch für junge Leser zugänglich. Es stand 1987 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch und erschien später auch in der Reihe „SZ Junge Bibliothek Jugendliteraturpreis“.

Ein bewegender Roman für Jugendliche ab 12 Jahren über Verfolgung, Verbannung und die Kraft einer Familie, die zusammenhält.

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