Deutscher Jugendliteraturpreis 2011: die Preisträger und Nominierten 🏆

Zwei Vierzehnjährige, ein geklauter Lada und kein Plan: Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ gewann 2011 den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch und wurde danach zu einer der meistgelesenen Schullektüren. Überreicht wurden die Preise am 14. Oktober 2011 auf der Frankfurter Buchmesse durch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

Auch der Preis der Jugendjury ging an einen Roman, der bis heute viel gelesen wird: Ursula Poznanskis „Erebos“. Den Sonderpreis für das Gesamtwerk eines Übersetzers erhielt Tobias Scheffel.

Die Preisträger 2011, Sparte für Sparte

  • Bilderbuch: „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ von Martin Baltscheit – ein alter Fuchs wird vergesslich, und die jungen Füchse kümmern sich um ihn.
  • Kinderbuch: „Anton taucht ab“ von Milena Baisch, illustriert von Elke Kusche – ein selbst ernannter Held ekelt sich im Campingurlaub vor dem Badesee.
  • Jugendbuch: „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf – Maik und Tschick fahren in den Sommerferien einfach los.
  • Sachbuch: „Alles Familie!“ von Alexandra Maxeiner und Anke Kuhl – ein Bilderbuch über alle Formen von Familie.
  • Preis der Jugendjury: „Erebos“ von Ursula Poznanski – ein Computerspiel erteilt seinen Spielern Aufträge in der wirklichen Welt.

Ein Kapitel Preisgeschichte: neue Jurys und der Kreislauf des Sonderpreises

2011 zeigt gut, wie der Preis sich jedes Jahr ein Stück erneuert. Die Kritikerjury bestand wie in den Vorjahren aus neun Erwachsenen unter dem Vorsitz von Susanne Helene Becker, doch mehr als die Hälfte der Mitglieder war neu gegenüber 2010. Auch die Jugendjury, gebildet aus sechs Leseclubs, war anders zusammengesetzt: Neben den Clubs aus Bamberg, Leipzig und Berlin-Spandau waren nun Leseclubs aus Göppingen, Beckum und Lübeck dabei; die Gruppen aus Wermelskirchen, Schnepfenthal und Hamburg, die 2010 mitgelesen hatten, gehörten nicht mehr dazu.

Beim Sonderpreis für ein Gesamtwerk schloss sich 2011 ein Kreis. Er ging 2009 an die Illustratorin Jutta Bauer, 2010 an die Autorin Mirjam Pressler und 2011 an den Übersetzer Tobias Scheffel – Autoren, Illustratoren und Übersetzer wechseln sich ab. Ein Blick auf die Liste lohnt dabei: Tobias Scheffel hatte schon „Simpel“ übersetzt, den Jugendjury-Preisträger von 2008.

Unten stehen die Preisträger und die lieferbaren Nominierten des Jahrgangs.

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Ausgezeichnet und nominiert: die Bücher von 2011

Diese Liste wurde zuletzt aktualisiert am 5.11.2026. Es gibt auch eine Druckversion dieser Liste .
  1. 🏆 Preisträger Bilderbuch

    Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor: Vierfarbiges Bilderbuch (MINIMAX)

    Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor von Martin Baltscheit ist ein Bilderbuch über das Altwerden und das Vergessen. Es erschien zuerst im Bloomsbury Verlag, ist heute als Ausgabe bei Beltz & Gelberg erhältlich und wurde 2011 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch ausgezeichnet.

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  2. 🏆 Preisträger Kinderbuch

    Anton taucht ab

    Anton taucht ab von Milena Baisch, mit Vignetten von Elke Kusche, ist ein witziger Kinderroman aus dem Verlag Beltz & Gelberg. 2011 wurde er mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch ausgezeichnet.

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  3. 🏆 Preisträger Jugendbuch

    Tschick

    Tschick von Wolfgang Herrndorf ist ein Roadmovie-Roman über zwei Vierzehnjährige, erschienen bei Rowohlt. 2011 wurde er mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch ausgezeichnet. Heute ist er eine der bekanntesten Schullektüren, und Fatih Akin verfilmte ihn 2016.

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  4. 🏆 Preisträger Sachbuch

    Alles Familie! Vom Kind der neuen Freundin vom Bruder von Papas früherer Frau und anderen Verwandten

    Alles Familie! Vom Kind der neuen Freundin vom Bruder von Papas früherer Frau und anderen Verwandten von Alexandra Maxeiner, illustriert von Anke Kuhl, ist ein Sachbilderbuch über Familien aus dem Verlag Klett Kinderbuch. 2011 wurde es mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Sachbuch ausgezeichnet.

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  5. 🏆 Preis der Jugendjury

    Erebos

    Erebos von Ursula Poznanski ist ein Thriller um ein gefährliches Computerspiel, erschienen im Loewe Verlag. 2011 wählte die Jugendjury das Buch zum Gewinner ihres Preises im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises.

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  6. 📜 Nominiert Bilderbuch

    Papas Arme sind ein Boot

    Papas Arme sind ein Boot von Stein Erik Lunde, illustriert von Øyvind Torseter und aus dem Norwegischen übersetzt von Maike Dörries, ist ein poetisches Bilderbuch aus dem Gerstenberg Verlag. 2011 wurde es für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch nominiert.

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  7. 📜 Nominiert Sachbuch

    Das große Buch der Bilder und Wörter: Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011, Kategorie Bilderbuch

    Das große Buch der Bilder und Wörter ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das Kinder auf eine spannende Reise durch ihren Alltag mitnimmt – vom Aufstehen am Morgen bis zum Einschlafen am Abend. Auf jeder Seite gibt es unzählige Dinge zu entdecken und zu benennen: Tiere, Fahrzeuge, Kleidungsstücke, Lebensmittel und vieles mehr. Dabei steht nicht nur das Erkennen im Mittelpunkt, sondern auch das aktive Mitmachen, Sprechen und Erzählen.

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  8. 📜 Nominiert Jugendjury

    Margos Spuren

    Margos Spuren von John Green ist ein Jugendroman aus den USA, aus dem Englischen übersetzt von Sophie Zeitz und heute als Taschenbuch bei dtv erhältlich. 2011 wurde er für den Preis der Jugendjury im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises nominiert. 2015 kam die Verfilmung ins Kino.

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  9. 📜 Nominiert Jugendjury

    Nichts: Was im Leben wichtig ist

    Nichts – Was im Leben wichtig ist von Janne Teller ist ein schmaler, verstörender Roman aus Dänemark, aus dem Dänischen übersetzt von Sigrid C. Engeler. Er erschien zuerst im Carl Hanser Verlag und ist heute bei dtv erhältlich. 2011 wurde er für den Preis der Jugendjury im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises nominiert.

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  10. 📜 Nominiert Jugendjury

    Numbers – Den Tod im Blick

    Numbers – Den Tod im Blick von Rachel Ward ist der erste Band einer Jugendbuch-Trilogie aus Großbritannien, aus dem Englischen übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn und bei Carlsen erschienen. 2011 wurde er für den Preis der Jugendjury im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises nominiert.

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Alle Jahrgänge: Deutscher Jugendliteraturpreis

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1960er
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1990er
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2000er
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2010er
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2020er
2020202120222023202420252026

Quelle der Preisvergabe 2011: de.wikipedia.org

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