Nichts: Was im Leben wichtig ist*

Nichts – Was im Leben wichtig ist von Janne Teller ist ein schmaler, verstörender Roman aus Dänemark, aus dem Dänischen übersetzt von Sigrid C. Engeler. Er erschien zuerst im Carl Hanser Verlag und ist heute bei dtv erhältlich. 2011 wurde er für den Preis der Jugendjury im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises nominiert.

„Nichts bedeutet irgendetwas“, sagt Pierre Anthon und verlässt das Klassenzimmer. Seitdem sitzt er in einem Pflaumenbaum und ruft seinen Mitschülern seine Weisheiten zu. Die Klasse will ihm beweisen, dass es Dinge gibt, die etwas bedeuten. Sie beginnen, einen „Berg der Bedeutung“ aufzuschichten. Zuerst opfern sie Sandalen, Comichefte oder ein Tagebuch. Doch jeder darf bestimmen, was der Nächste hergeben muss, und die Forderungen werden immer grausamer.

Janne Teller schildert eindringlich und erschreckend, welche Dynamik in einer Gruppe von Jugendlichen entstehen kann. Die Sprache ist schlicht, der Ton kühl, die Handlung steigert sich unaufhaltsam. Der Roman stellt die großen Fragen nach dem Sinn des Lebens und danach, was uns wirklich wichtig ist, und gibt keine bequeme Antwort. Er ist heute eine verbreitete Schullektüre.

Der Dachverband Jugendliteratur empfiehlt das Buch ab 14 Jahren. Wegen seiner Härte eignet es sich besonders für das gemeinsame Lesen und Diskutieren in der Schule oder mit Erwachsenen.

Uns gefällt Nichts: Was im Leben wichtig ist so gut, dass wir es in folgenden Kinderbuch-Empfehlungs-Listen 2026 empfehlen

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