Tschick*
Tschick von Wolfgang Herrndorf ist ein Roadmovie-Roman über zwei Vierzehnjährige, erschienen bei Rowohlt. 2011 wurde er mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch ausgezeichnet. Heute ist er eine der bekanntesten Schullektüren, und Fatih Akin verfilmte ihn 2016.
Maik Klingenberg ist ein Außenseiter in seiner Berliner Klasse, hoffnungslos verliebt in Tatjana, die ihn nicht einmal zu ihrer Party einlädt. Seine Mutter ist in einer Entzugsklinik, sein Vater verbringt die Sommerferien lieber mit seiner Assistentin. Da taucht Tschick auf, eigentlich Andrej Tschichatschow, ein Junge aus Russland, der neu in die Klasse kommt, schweigsam ist und manchmal betrunken zum Unterricht erscheint. Eines Tages steht er mit einem alten, geklauten Lada vor Maiks Tür, und die beiden fahren einfach los – ohne Karte, ohne Plan, Richtung Walachei.
Herrndorf erzählt aus Maiks Sicht, mit großem Tempo, viel Komik und einem genauen Gespür für die Sprache Jugendlicher. Auf ihrer Fahrt durch die ostdeutsche Provinz begegnen die beiden ganz unterschiedlichen Menschen, und Maik erlebt einen Sommer, der ihn verändert. Hinter dem Witz steckt ein warmherziger Roman über Freundschaft und Freiheit.
Der Dachverband Jugendliteratur empfiehlt das Buch ab 13 Jahren. Es eignet sich für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen und ist ein guter Einstieg für Jungen, die sonst wenig lesen.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 2011: Preisträger Jugendbuch
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