Elefanten sieht man nicht*

Elefanten sieht man nicht von Susan Kreller ist ein Jugendroman über Gewalt in einer Familie und über die Frage, wann man eingreifen muss. Das Romandebüt der Autorin war 2013 für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch nominiert.

Die 13-jährige Mascha verbringt die Sommerferien bei ihren Großeltern in einer gepflegten Siedlung. Auf dem Spielplatz lernt sie die Geschwister Julia und Max kennen und merkt bald, dass die beiden von ihrem Vater misshandelt werden. Mascha will helfen und wendet sich an die Erwachsenen, doch niemand will etwas sehen oder hören. Schließlich trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.

Kreller erzählt aus Maschas Sicht, rückblickend und in einer vorsichtig tastenden, an ungewöhnlichen Bildern reichen Sprache. Die Erwachsenen erscheinen aus der Perspektive der Jugendlichen erschreckend gleichgültig. Zwei Jahre später gewann Susan Kreller mit „Schneeriese“ den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Fazit: Ein eindringlicher, wichtiger Roman für Jugendliche ab 13 Jahren über Zivilcourage und Wegschauen, der viel Stoff für Gespräche in Schule und Familie bietet.

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