Die Watsons fahren nach Birmingham – 1963*

Die Watsons fahren nach Birmingham – 1963 von Christopher Paul Curtis, aus dem Amerikanischen übersetzt von Gabriele Haefs, ist ein Jugendroman über eine afroamerikanische Familie zur Zeit der Bürgerrechtsbewegung. 1997 war er für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch nominiert.

Michigan im Winter 1963: Der zehnjährige Kenny Watson erzählt von seiner Familie, und das ist ausgesprochen komisch. Da ist vor allem sein großer Bruder Byron, ein Dauerrebell, der ständig Ärger macht. Irgendwann reicht es den Eltern: Die ganze Familie fährt nach Birmingham in Alabama, wo Byron einen Sommer bei der strengen Großmutter verbringen soll. Doch im Süden der USA herrscht noch die Rassentrennung, und die Reise führt die Watsons mitten hinein in die Gewalt dieser Zeit.

Curtis verbindet die heitere Familiengeschichte mit einem realen Ereignis: dem Bombenanschlag auf eine Kirche in Birmingham im September 1963, bei dem vier schwarze Mädchen getötet wurden. Gerade der scheinbare Widerspruch zwischen dem ernsten Thema Rassismus und der umwerfend komischen Erzählweise gibt dem Buch seine starke Wirkung. Es war Curtis’ erster Roman und wurde in den USA vielfach ausgezeichnet.

Ein Roman für Kinder ab dem späten Grundschulalter und für Jugendliche, die lachen und zugleich etwas über die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung lernen wollen. Er eignet sich sehr gut als Schullektüre und ist heute als Taschenbuch bei dtv erhältlich.

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