Königskinder: Eine wahre Liebe*
Königskinder von Reinhard Kaiser ist die wahre Geschichte einer verbotenen Liebe in der Zeit des Nationalsozialismus, erzählt anhand von Briefen. 1997 erhielt das Buch den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Sachbuch.
Bei einer Briefmarkenauktion stößt Reinhard Kaiser zufällig auf einen Stapel alter Briefe. Er beginnt zu recherchieren und entdeckt die Geschichte zweier Menschen, die wie die Königskinder im Volkslied „zusammen nicht kommen“ konnten: Rudolf Kaufmann, ein deutscher Wissenschaftler jüdischer Herkunft, und Ingeborg Magnusson, eine Dolmetscherin aus Schweden. Ihre Geschichte beginnt 1935 in Bologna. In den folgenden Jahren können sich die beiden nur dreimal sehen – verbunden sind sie fast ausschließlich durch ihre Briefe, während Kaufmann vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten auf der Flucht ist.
Kaiser zitiert aus den Briefen und ergänzt sie behutsam mit dem, was er über die beiden herausfinden konnte. So entsteht ein beeindruckendes und zugleich bedrückendes Zeitdokument über den Alltag unter einem menschenverachtenden System und über die Kraft der Hoffnung. Die Jury beschrieb das Buch als Antwort auf eine der menschlichsten aller Fragen: Was bleibt?
Ein bewegendes Sachbuch für Jugendliche und Erwachsene, die Geschichte lieber über einzelne Menschen als über Zahlen begreifen. Es eignet sich gut für den Geschichts- und Deutschunterricht und für alle, die sich für das Schicksal von Verfolgten im Exil interessieren.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1997: Preisträger Sachbuch
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