Schwanenwinter*

Schwanenwinter ist ein Bilderbuch des japanischen Holzschnittkünstlers Keizaburo Tejima, übersetzt von Ursula Gräfe. 1997 war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch nominiert.

Der Winter geht zu Ende, und es wird Zeit für die Schwanenfamilie, ihr Winterquartier zu verlassen und nach Norden zu fliegen. Doch eines der Jungen ist krank und zu schwach für den weiten Flug. Die Familie zögert den Aufbruch hinaus, fliegt schließlich doch los – und wird von den klagenden, ängstlichen Rufen des kleinen Schwans zurückgeholt. Im Kreis der Familie, getröstet und geborgen, schläft er ein. Was dann geschieht, erzählt das Buch mit großer Behutsamkeit.

Tejima arbeitet mit kontrastreichen, stark stilisierten Holzschnitten in leuchtendem Blau und Weiß. Seine Bilder sind von großer Kraft und Ruhe, der Text ist knapp und unsentimental. Die Jury lobte, dass das Buch Kindern die Härte der Naturgesetze auf tröstliche und hoffnungsvolle Weise vermittelt.

Ein stilles, sehr schönes Bilderbuch zum Vorlesen für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, das sich besonders eignet, um über Abschied, Tod und Trauer zu sprechen. Erwachsene werden von der Kunst des Holzschnitts ebenso berührt sein wie von der Geschichte.

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