Wasserman*

Wasserman von Yoram Kaniuk, aus dem Hebräischen übersetzt von Mirjam Pressler, ist ein Roman über ein Mädchen, einen singenden Hund und den Mut, sich gegen Mächtige zu stellen. 1992 stand er auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis.

Auf der Straße findet die junge Israelin Talia einen elend zugerichteten Hund. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Talia pflegt den Hund gesund, und bald zeigt sich, dass Wasserman eine ganz besondere Begabung hat: Er kann singen. Damit zieht er die Aufmerksamkeit von ganz Israel auf sich – und leider auch die seines früheren Besitzers Jankel Großmaul, der ihn gequält hat. Als Talia sich weigert, den Hund herauszugeben, erwirkt Großmaul einen Haftbefehl gegen sie. Daneben erzählt der Roman auch die Liebesgeschichte zwischen Talia und Gidi.

Kaniuk schildert das Israel seiner Zeit genau und atmosphärisch und überzeichnet Figuren und Handlung immer wieder ins Groteske. So wird die Geschichte zugleich zur Allegorie auf Macht, Gewalt und blinden Gehorsam. Die Jury lobte die literarische Qualität und Vielschichtigkeit des Romans.

Ein ungewöhnlicher, witziger und zugleich ernster Roman für Jugendliche, die gern Geschichten lesen, die mehr bedeuten, als sie auf den ersten Blick erzählen. Er ist als Taschenbuch bei dtv erschienen.

Uns gefällt Wasserman so gut, dass wir es in folgenden Kinderbuch-Empfehlungs-Listen 2026 empfehlen

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