Die Reise nach Ugri-La-Brek*
Die Reise nach Ugri-La-Brek von Thomas Tidholm, illustriert von Anna-Clara Tidholm und aus dem Schwedischen übersetzt von Salah Naoura, ist ein Bilderbuch darüber, wie Kinder sich den Tod vorstellen. 1992 erhielt es den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch.
Der Opa von Max und Jule ist nicht mehr da. Sein Bett ist leer, sein Sessel auch, und die Erwachsenen sagen nichts: Mama will nicht darüber reden, Papa weiß von nichts. Also machen sich die beiden Kinder mit ihrem Hund Wiff selbst auf die Suche. Sie packen Pfefferkuchen, Opas Brille und seine Totoscheine auf den Schlitten und ziehen los – über den dunklen Fußballplatz, durch karge Ebenen und immer weiter nach Norden, denn dort, so glauben sie, liegt alles, was schwer und weit weg ist. Hinter einem dunklen Fluss, in einem weiten, kalten Nichts, finden sie schließlich das Dorf Ugri-La-Brek.
Anna-Clara Tidholms Bilder führen von der vertrauten Kinderwelt in eine fremde, mal düstere, mal leuchtend bunte Landschaft. Der Text bleibt knapp und nimmt die Fragen der Kinder ernst, ohne ihnen Antworten aufzudrängen. Die Jury lobte, wie das Buch Leben und Tod im magischen Denken kindlicher Fantasie geborgen sein lässt.
Ein behutsames Bilderbuch zum Vorlesen für Familien, in denen ein Großelternteil gestorben ist, und für alle Kinder, die wissen wollen, wohin die Toten gehen. Es eignet sich gut, um mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter ins Gespräch über Abschied und Trauer zu kommen.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1992: Preisträger Bilderbuch
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