Sibiro Haiku*
Sibiro Haiku von Jurga Vilė, illustriert von Lina Itagaki und aus dem Litauischen übersetzt von Saskia Drude, ist eine Graphic Novel über die Deportation litauischer Familien nach Sibirien.
1941 verschleppen sowjetische Truppen ganze Familien aus Litauen nach Sibirien. Unter ihnen ist der achtjährige Algis. Im bitterkalten Winter wird jeder Tag zum Kampf ums Überleben. Erzählt wird aus Algis' kindlicher Sicht, und gerade dieser Blickwinkel macht das Leiden im Lager erträglich. Die Gefangenen halten zusammen, mit Humor und Solidarität. Und sie haben ein geheimes Überlebensmittel: Kultur. Algis' Tante hat einen Band mit Haiku-Gedichten ins Lager mitgebracht, die knappen Verse helfen gegen die Verzweiflung. Die Gefangenen gründen einen Chor, und das gemeinsame Singen gibt ihnen Hoffnung. Am Ende dürfen nur die Kinder nach Litauen zurückkehren.
Lina Itagaki verbindet Bild und Text auf jeder Seite neu, mit stimmungsvollen Farben, vielen Details und Handlettering. 2021 erhielt das Buch den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch.
Eine bewegende Graphic Novel für Jugendliche ab 13 Jahren, die ein wenig bekanntes Kapitel europäischer Geschichte erzählt und Mut macht.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 2021: Preisträger Jugendbuch
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