Schneeweiß und Russenrot*

Schneeweiß und Russenrot ist der Debütroman der polnischen Autorin Dorota Masłowska, aus dem Polnischen übersetzt von Olaf Kühl und bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. 2005 erhielt das Buch den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch.

Schauplatz ist eine polnische Kleinstadt. Andrzej, genannt „der Starke“, erfährt, dass seine Freundin Magda mit ihm Schluss gemacht hat. Was folgt, ist keine gewöhnliche Liebesgeschichte, sondern ein wilder Gedankenstrom: Ständig auf Speed, flucht, jammert und philosophiert Andrzej über die Welt, über Frauen und über „die Russen“, die angeblich an allem schuld sind. Zwischen Selbstmitleid, Großspurigkeit und Hilflosigkeit zeigt sein Monolog das Lebensgefühl einer verunsicherten jungen Generation, die nach Sinn, Halt und Liebe sucht.

Masłowska schreibt in einer rasanten, derben und sprachlich sehr erfinderischen Mischung aus Jugendjargon, Werbesprache und Wortspielen. Das macht den Roman anspruchsvoll: Man muss sich auf den Ton einlassen, wird dafür aber in einen eigenwilligen Sog gezogen. Das Buch spielt nicht in einer heilen Welt – Drogen, Gewalt und Vorurteile gehören zum Alltag der Figuren, und gerade das stellt der Roman bloß.

Der Dachverband Jugendliteratur empfiehlt den Roman ab 16 Jahren. Er richtet sich an ältere Jugendliche und junge Erwachsene, die ungewöhnliche Sprache mögen und Lust auf einen Text haben, der sich gängigen Erzählmustern verweigert.

Uns gefällt Schneeweiß und Russenrot so gut, dass wir es in folgenden Kinderbuch-Empfehlungs-Listen 2026 empfehlen

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