Han Gan und das Wunderpferd*

Han Gan und das Wunderpferd von Chen Jianghong ist ein großformatiges Bilderbuch nach einer alten chinesischen Legende, aus dem Französischen übersetzt von Erika und Karl A. Klewer und im Moritz Verlag erschienen. 2005 wurde es mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch ausgezeichnet.

Der Junge Han Gan malt Pferde – und zwar so lebendig, dass sich bald der Kaiser für seine Bilder begeistert. Man erzählt sich, sein Pinsel könne die Tiere zum Leben erwecken. Eines Tages geschieht es tatsächlich: Ein Pferd springt aus einem Bild heraus. Als unbesiegbares Schlachtross trägt es einen Krieger von Sieg zu Sieg. Doch das Elend auf den Schlachtfeldern macht das Pferd müde, und es sehnt sich zurück zu dem, der es gemalt hat.

Chen Jianghong, der in China aufgewachsen ist und in Paris lebt, hat die Bilder im Original auf Seide gemalt. In Abfolge und Ausschnitt erinnern die Doppelseiten an traditionelle chinesische Bildrollen: ruhige Szenen wechseln mit wilden, bewegten Bildern, klare Farbflächen stehen neben fein getuschten Linien. So wird aus der Legende zugleich eine Geschichte über die Kunst und über den Wert des Friedens.

Der Dachverband Jugendliteratur empfiehlt das Buch ab 5 Jahren. Es eignet sich zum Vorlesen und gemeinsamen Betrachten und ist ein schöner Einstieg in die Bildwelt und Erzähltradition Chinas – auch für ältere Kinder, die sich fürs Malen interessieren.

Uns gefällt Han Gan und das Wunderpferd so gut, dass wir es in folgenden Kinderbuch-Empfehlungs-Listen 2026 empfehlen

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