Im Schatten der Wächter*
Im Schatten der Wächter von Graham Gardner ist ein Jugendroman über Gewalt an Schulen, aus dem Englischen übersetzt von Alexandra Ernst und im Verlag Freies Geistesleben erschienen. 2005 wählte die Jugendjury das Buch zum Gewinner ihres Preises im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises.
Der 15-jährige Elliot war an seiner alten Schule drei Jahre lang das Opfer: Er wurde gequält, verfolgt und geschlagen. Nach einem Umzug beschließt er, nie wieder Opfer zu sein. An der neuen Schule erfindet er sich neu – cool, kühl und unangreifbar. Das fällt auf: Die „Wächter“, eine Gruppe um den Anführer Richard, kontrollieren heimlich die Schule und bestrafen Mitschüler nach eigenen Regeln. Sie wollen Elliot als Helfer gewinnen. Je tiefer er in ihr System gerät, desto mehr muss er sich fragen, wer er eigentlich sein will.
Gardner erzählt aus Elliots Sicht, dicht und beklemmend. Der Roman zeigt, wie Macht in Gruppen entsteht und wie schnell aus Angst Mitläufertum wird. Als Motto der Wächter dient ein Zitat aus George Orwells „1984“, das die Frage nach Macht und Unterdrückung von Anfang an in den Raum stellt.
Der Dachverband Jugendliteratur empfiehlt das Buch ab 13 Jahren. Es wird häufig im Unterricht gelesen und eignet sich für Jugendliche, die sich mit Mobbing, Gruppendruck und Zivilcourage auseinandersetzen möchten.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 2005: Preis der Jugendjury
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