Sanne*

Sanne von Willem Capteyn, aus dem Niederländischen übersetzt von Jutta und Theodor A. Knust, ist ein Jugendroman über das Friedensengagement junger Menschen. Er spielt Anfang der 1980er Jahre in den Niederlanden, als über die Aufstellung neuer Atomraketen gestritten wird und die große Zeit der Friedensbewegung schon vorbei zu sein scheint.

Die 17-jährige Sanne zieht nach der Scheidung ihrer Eltern mit der Mutter nach Amsterdam. Von ihrem Fenster aus sieht sie den Turm der Westerkirche, und schon am ersten Morgen entdeckt sie dort oben ein riesiges Transparent: eine schwarze Bombe und darüber ein großes „Nein!“. Sanne lernt den jungen Mann kennen, der es aufgehängt hat. Chiel ist schwierig, abweisend und ein Einzelgänger, der vor allem gegen die eigene Mutlosigkeit kämpft. Sanne verliebt sich in ihn und macht bei seinen Aktionen mit, bis sie merkt, wo die Grenze zwischen gewaltlosem Protest und Gewalt verläuft.

Der Roman verbindet eine Liebesgeschichte mit Fragen nach Verantwortung und Solidarität. 1986 wurde er mit dem thematischen Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet.

Ein Jugendbuch für Leserinnen und Leser, die sich für Protest, Politik und die Frage interessieren, wie weit man für eine Überzeugung gehen darf.

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