Bisonjäger und Mäusefreunde*

Bisonjäger und Mäusefreunde von Karin von Welck, illustriert von Gabriele Hafermaas, ist ein Kindersachbuch über die Indigenen Nordamerikas. Der Untertitel nennt das Programm: wie die Indianer in Nordamerika früher lebten und wie es ihnen heute geht. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit dem Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum.

Schlicht und lebendig stellt es die Kulturen der nordamerikanischen Völker vor und erzählt von ihren Begegnungen mit den Weißen. Dabei werden auch unbequeme Seiten deutlich: etwa die Begegnung mit den Pueblo-Völkern oder die Zurschaustellung von Indigenen in Europa als exotische Attraktion. Das Buch zeigt, wie fragwürdig Überheblichkeit und Missionierung waren, und begleitet mit Verständnis die Bemühungen in den heutigen Reservaten, alte Traditionen mit neuem Selbstbewusstsein zu pflegen.

Die Bilder in warmen Erdfarben lehnen sich an historische indigene Malerei an, das Layout lockert den Text immer wieder auf. Die Jury hob hervor, dass das Buch Klischees entgegenwirkt und zum eigenen Nachforschen anregt. 1986 erhielt es den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kindersachbuch.

Eine behutsame Einführung in Völkerkunde und Geschichte für Kinder im Grundschulalter, die mehr wissen wollen, als Indianerspiele zeigen.

Uns gefällt Bisonjäger und Mäusefreunde so gut, dass wir es in folgenden Kinderbuch-Empfehlungs-Listen 2026 empfehlen

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