Rosalie: Als mein Vater im Krieg war*
Rosalie – Als mein Vater im Krieg war von Timothée de Fombelle, illustriert von Isabelle Arsenault und aus dem Französischen übersetzt von Sabine Grebing und Tobias Scheffel, ist eine kurze, eindrucksvolle Erzählung über ein Kind im Ersten Weltkrieg.
Frankreich während des Ersten Weltkriegs: Rosalies Vater ist an der Front, ihre Mutter muss in einer Waffenfabrik arbeiten und allein für beide sorgen. Deshalb sitzt Rosalie tagsüber bei den großen Kindern in der Schule, obwohl sie erst fünf ist. Die gelegentlichen Briefe des Vaters liest ihr die Mutter vor. Doch Rosalie spürt, dass die Mutter ihr etwas verheimlicht. Das treibt sie zu einer streng geheimen Mission: Sie will lesen lernen. Mit großem Ernst erobert sie sich so den Zugang zur Welt der Erwachsenen, mit allem Schmerz, aber auch mit mehr Aufrichtigkeit.
Der Ich-Text steht auf viel Weißraum, ergänzt von zarten Aquarell- und Tuschezeichnungen und ganzseitigen Doppelseiten. Gegen den Krieg setzt das Buch ein Miteinander voller Güte. Es war 2021 für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch nominiert.
Ein kleines, behutsames Buch für Kinder ab 9 Jahren und zum gemeinsamen Lesen, das eine Ahnung davon gibt, was Krieg für Familien bedeutet.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 2021: Nominiert Kinderbuch
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