Die Eisenbahn-Oma*

Die Eisenbahn-Oma von Paul Maar, mit Bildern von Frantz Wittkamp, ist eine Erzählung für Leseanfänger über eine ungewöhnliche Zugfahrt. 1982 stand das Buch auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch; bei Oetinger erschien es in der Reihe „Sonne, Mond und Sterne“.

Ulli geht in die zweite Klasse und darf in den kleinen Ferien zum ersten Mal allein mit dem Zug verreisen, von Stuttgart nach München. Ausgerechnet mit einer alten Dame muss er sich das Abteil teilen. Langweilig, denkt Ulli zuerst. Doch die Oma ist ausgesprochen nett: Sie hilft ihm, seine verschwundene Fahrkarte wiederzufinden, erzählt aus ihrer Kindheit und kennt allerhand Rätsel und Wortspiele. Die Fahrt vergeht wie im Flug, und am Ende weiß Ulli, dass alte Leute sich ganz toll mit Kindern unterhalten können.

Paul Maar, der Erfinder des Sams, erzählt warmherzig und mit Sinn für Sprachspiel. Die kurzen Kapitel und die Bilder von Frantz Wittkamp machen das Buch gut zugänglich für Kinder, die gerade lesen lernen.

Ein Erstlesebuch, das die Auswahlliste damals ab fünf Jahren zum Vorlesen empfahl, über Begegnungen zwischen den Generationen und über den Mut, zum ersten Mal allein unterwegs zu sein.

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