Wie ein unsichtbares Band*

Wie ein unsichtbares Band von Inés Garland, aus dem argentinischen Spanisch übersetzt von Ilse Layer, ist ein Jugendroman über Freundschaft, erste Liebe und politische Gewalt im Argentinien der 1970er-Jahre. 2014 wurde er mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch ausgezeichnet.

Die erwachsene Ich-Erzählerin Alma erinnert sich an ihre Kindheit und Jugend. Als behütete Tochter einer wohlhabenden Familie aus Buenos Aires verbringt sie die Wochenenden und Ferien im Landhaus der Eltern im Flussdelta. Dort findet sie ihr persönliches Paradies und zwei Freunde aus ärmeren Verhältnissen, die Geschwister Carmen und Marito, mit denen sie die Inseln durchstreift. Als die drei älter werden, wird aus der Kinderfreundschaft eine Liebe, doch die Unterschiede zwischen ihren Welten treten immer deutlicher hervor. Gleichzeitig verändert sich das Land: Die Militärdiktatur greift auch in ihr Leben ein.

Garland erzählt in poetischen, sinnlichen Bildern von Wasser, Licht und Landschaft und verbindet die private Geschichte mit der politischen. Gerade der Blick zurück aus der Erwachsenenperspektive verleiht dem Roman seine besondere Ruhe und Wehmut.

Fazit: Ein leiser, bewegender Roman über eine Liebe über Klassengrenzen hinweg und über eine dunkle Zeit, für Jugendliche ab 14 Jahren und erwachsene Leser.

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