Akim rennt*

Akim rennt von Claude K. Dubois, aus dem Französischen übersetzt von Tobias Scheffel, ist ein Bilderbuch über ein Kind auf der Flucht vor dem Krieg. 2014 wurde es mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch ausgezeichnet.

In Akims Dorf scheint der Krieg weit weg. Der Junge spielt mit anderen Kindern am Ufer des Flusses mit kleinen Booten. Doch an einem Nachmittag erbebt die Luft von Lärm und Schüssen, und mit einem Schlag ist nichts mehr, wie es war. Die Bewohner fliehen aus den Trümmern ihrer Häuser, und Akim wird von seiner Familie getrennt. Er gerät in Gefangenschaft, kann fliehen und erreicht schließlich ein Flüchtlingslager, wo er nach seiner Mutter sucht.

Dubois erzählt zurückhaltend. Der Text berichtet sachlich im Präsens, ohne zu erklären oder zu kommentieren, und lässt immer wieder Raum für Bildfolgen ohne Worte. Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen wirken wie in großer Eile skizziert und zeigen eindringlich, wie schutzlos der Junge ist. Das Grauen wird nicht ausgemalt, sondern nur angedeutet, sodass sich Kinder dem schweren Thema langsam nähern können. Das Ende ist versöhnlich.

Fazit: Ein ernstes, behutsam gestaltetes Bilderbuch für Kinder ab 7 Jahren, das sich gut eignet, um gemeinsam mit Erwachsenen über Krieg und Flucht zu sprechen.

Uns gefällt Akim rennt so gut, dass wir es in folgenden Kinderbuch-Empfehlungs-Listen 2026 empfehlen

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