Tote Mädchen lügen nicht*
Tote Mädchen lügen nicht ist der Debütroman von Jay Asher, aus dem Englischen übersetzt von Knut Krüger und bei cbt erschienen. 2010 wurde er für den Preis der Jugendjury im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises nominiert. Der Roman behandelt das Thema Suizid und wurde später als Netflix-Serie verfilmt.
Clay findet vor seiner Haustür ein Paket mit sieben Kassetten. Der Absender ist Hannah, eine Mitschülerin, die sich einige Wochen zuvor das Leben genommen hat. Auf den Bändern erzählt sie, welche dreizehn Menschen aus ihrer Sicht eine Rolle bei ihrer Entscheidung gespielt haben – und Clay ist einer von ihnen. Eine ganze Nacht lang läuft er mit einem Walkman durch die Stadt, folgt Hannahs Spuren und versucht zu verstehen, was geschehen ist.
Jay Asher verbindet zwei Stimmen: Hannahs Erzählung auf den Kassetten und Clays Gedanken beim Zuhören. Mit schnörkellosen Sätzen zeigt er, wie Gerüchte, Gleichgültigkeit und kleine Gemeinheiten sich zu etwas Großem summieren können. Das Buch ist spannend aufgebaut und regt dazu an, über Verantwortung und Hinsehen nachzudenken.
Der Dachverband Jugendliteratur empfiehlt das Buch ab 13 Jahren. Wegen des Themas eignet es sich am besten für Jugendliche, die den Roman mit Erwachsenen besprechen können. Wer selbst in einer Krise steckt, findet Hilfe zum Beispiel bei der Telefonseelsorge.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 2010: Nominiert Jugendjury
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