Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen*

Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen ist eine Graphic Novel von Jean Regnaud (Text) und Émile Bravo (Zeichnungen), aus dem Französischen übersetzt von Kai Wilksen und bei Carlsen erschienen. 2010 wurde sie mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch ausgezeichnet.

Frankreich in den 1970er-Jahren. Der kleine Jean kommt in die Schule und soll erzählen, was seine Mutter beruflich macht. Doch er weiß es nicht. Er lebt mit seinem Vater, der viel arbeitet, und seinem kleinen Bruder. Über die Mutter wird zu Hause nicht gesprochen. Jean stellt sich vor, sie sei auf einer langen Reise. Als ihm die Nachbarstochter Postkarten vorliest, die angeblich von seiner Mutter aus fernen Ländern stammen, scheint sich seine Hoffnung zu bestätigen.

In vierzehn Kapiteln, jedes mit einer eigenen Grundfarbe, erzählen Text und Bild aus Jeans Sicht von seinem Alltag, seiner Familie und der Schule. Die Geschichte beruht auf Jean Regnauds eigener Kindheit. Sie ist komisch und traurig zugleich und zeigt mit großer Zartheit, wie ein Kind mit etwas umgeht, das es noch nicht begreifen kann. Émile Bravos klare Zeichnungen treffen dabei genau den kindlichen Blick.

Der Dachverband Jugendliteratur empfiehlt das Buch ab 8 Jahren. Es eignet sich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen und für Gespräche über Verlust und Erinnerung.

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