Rot, Blau und ein bisschen Gelb*
Rot, Blau und ein bisschen Gelb von Bjørn Sortland, illustriert von Lars Elling und aus dem Norwegischen übersetzt von Senta Kapoun, ist ein Kunstbuch für Kinder in Form einer Geschichte. 1996 erhielt es den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Sachbuch.
Die siebenjährige Oda hat versprochen, nicht zu quengeln, während Onkel Harald im Museum einer Gruppe ehrfürchtiger Erwachsener Kunst erklärt. Doch dann muss sie dringend aufs Klo – und auf der verzweifelten Suche danach taucht sie wie im Traum in die moderne Malerei ein. Gehüllt in das rote Kleid aus einem Bild von Edvard Munch schlüpft sie in die Gemälde an den Wänden und bringt mit ihren neugierigen, unbefangenen Fragen die Maler selbst zum Reden. Ihr Weg führt von van Gogh über René Magritte und Salvador Dalí bis zu Andy Warhol, und am Ende kleckst sie mit Jackson Pollock in Rot, Blau und ein bisschen Gelb.
Der Text ist witzig, ironisch und voller Dialoge. Lars Elling zitiert die Bilder der großen Künstler respektlos und hebt dabei genau das hervor, was ihre Malweise ausmacht. So holt das Buch Kunst und Künstler vom Sockel und macht sie für Kinder lebendig. Ganz nebenbei lernen Leserinnen und Leser wichtige Strömungen der modernen Kunst kennen.
Ein ideales Buch für Kinder im Grundschulalter vor oder nach einem Museumsbesuch und für alle, die mit Kindern über Bilder sprechen wollen. Auch Erwachsene, die Kunst lieber erleben als erklärt bekommen, haben daran ihre Freude.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1996: Preisträger Sachbuch
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