Die süßeste Feige*
Die süßeste Feige ist ein Bilderbuch des amerikanischen Künstlers Chris Van Allsburg, übersetzt von Johanna und Martin Walser. 1996 war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch nominiert.
Ein Zahnarzt in Paris, pedantisch und eher herzlos, behandelt seinen Hund lieblos. Eines Tages bekommt er von einer alten Frau statt eines Honorars ein paar Feigen. Diese Feigen, sagt sie, können Träume wahr werden lassen. Bibot glaubt ihr zunächst nicht, doch nach der ersten Feige erlebt er im Traum lauter peinliche Albträume: Er steht plötzlich in Unterhosen auf der Straße, und der Eiffelturm biegt sich bedrohlich nach unten. Wie er die letzte Feige nutzen will, um reich zu werden, hat er sich genau überlegt – aber er hat die Rechnung ohne seinen Hund gemacht.
Van Allsburg malt in zurückhaltenden Brauntönen und mit einem fast fotografischen Naturalismus. Gerade diese Genauigkeit lässt die Absurdität der Geschichte umso stärker wirken. Die plastisch gezeichneten Figuren und die extremen Perspektiven geben den Bildern eine eigene, leicht unheimliche Spannung. Das Ende ist eine wunderbare Pointe, die Kinder lieben.
Ein raffiniertes Bilderbuch für Kinder im Grundschulalter und für Erwachsene, die schwarzen Humor und meisterhafte Illustrationen schätzen. Es eignet sich gut, um über Gerechtigkeit und den Umgang mit Tieren zu sprechen.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 1996: Nominiert Bilderbuch
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