Kurz vor dem Rand*

Kurz vor dem Rand von Eva Rottmann ist ein Coming-of-Age-Roman über ein Mädchen aus einer Hochhaussiedlung, ihre Clique und einen Sommer, der kein gutes Ende nimmt.

Arielle, genannt Ari, ist 15 und lebt mit ihrem Vater in einer Hochhaussiedlung. Neben ihrer Ausbildung zur Malerin besteht ihr Leben vor allem aus Skaten und dem Abhängen mit ihrer Clique. Dann taucht ein Neuer namens Tom im Skatepark auf, und Aris Welt und ihre Beziehungen geraten in Bewegung. Und plötzlich will auch Aris Mutter wieder Teil ihres Lebens werden.

Der Roman ist als Tagebuch in 15 Kapiteln geschrieben, jedes widmet sich einem Tag. Schon am Anfang wird klar, dass die Geschichte nicht gut ausgehen wird – und genau das erzeugt einen starken Sog. Eva Rottmann, die auch Theaterstücke schreibt und in Zürich lebt, erzählt feinfühlig und mit Leichtigkeit vom Miteinander, von einer Verliebtheit jenseits von Klischees und von der Zerbrechlichkeit des Jungseins, das jederzeit über den Rand zu kippen droht. Ihre Figuren sprechen lebensnah über große und kleine Fragen. 2024 gewann der Roman den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch; ein Jahr später war Rottmann mit „Fucking fucking schön“ erneut nominiert.

Ein ehrlicher, intensiver Roman für Jugendliche ab 13 Jahren, der Jugend in all ihren Facetten ernst nimmt.

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