Kein Kuss für Mutter*
Kein Kuss für Mutter von Tomi Ungerer, übersetzt von Anna Cramer-Klett, ist eine Bildergeschichte des Elsässer Zeichners, die bei Diogenes in der Reihe der Kinderbücher erscheint. 1975 stand sie auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Bilderbuch.
Der kleine Kater Toby hat ein Problem: Seine Mutter liebt ihn sehr, und sie zeigt es ihm ständig – mit Küssen, Koseworten und Fürsorge, die ihm schrecklich peinlich sind. Toby will das nicht mehr. Er treibt Unfug, legt sich mit anderen an, und als ihn die Mutter auch noch vor allen anderen abküsst, wird es ihm endgültig zu viel. Wie Mutter und Sohn schließlich zueinanderfinden, erzählt Ungerer mit viel Witz.
Die Jury bemerkte, dass hier ein durchaus menschliches Problem in die Tierwelt verlegt wird, und lobte, wie genüsslich und zugleich angriffslustig Ungerer die Mischung aus Realität und Fantasie illustriert. Seine Zeichnungen sind frech, voller Einzelheiten und nehmen weder Kinder noch Eltern zu ernst.
Kein Kuss für Mutter ist eine Geschichte über zu viel oder zu wenig Liebe für Kinder im Grundschulalter und für Eltern, die über sich selbst lachen können.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 1975: Auswahlliste Bilderbuch
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