Harriet – Spionage aller Art*
Harriet – Spionage aller Art von Louise Fitzhugh ist ein Kinderroman aus New York über ein Mädchen, das alles aufschreibt, was es beobachtet. In der Übersetzung von Inge M. Artl stand das Buch 1969 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Jugendbuch.
Harriet ist elf, klug und sensibel und das einzige Kind wohlhabender Eltern. Sie will Schriftstellerin werden und übt schon jetzt: Jeden Tag geht sie auf ihre „Spionagerunde“ durch die Nachbarschaft, beobachtet die Menschen und notiert alles genau in ihr Notizbuch, auch über ihre Mitschüler und Freunde. Als ihre geliebte Kinderfrau heiratet und fortzieht, fühlt Harriet sich sehr allein und widmet sich ihrer Spionage noch eifriger. Ihre Bemerkungen sind treffend, aber oft ziemlich boshaft. Unangenehm wird es, als das Notizbuch den Mitschülern in die Hände fällt und sie lesen, was Harriet über sie denkt.
Die Jury nannte das Buch für Kinder spannend, witzig und originell und für Erwachsene eine amüsante Satire auf die amerikanische Gesellschaft. Das Buch gilt in den USA als Klassiker und wurde verfilmt.
Ein Roman für Leserinnen und Leser ab etwa zehn Jahren, die Detektivspiele, Tagebücher und eigensinnige Heldinnen mögen. Die Ausgabe erscheint in der Reihe „Die Bücher mit dem blauen Band“.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 1969: Auswahlliste Jugendbuch
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