Es lebe die Republik*
Es lebe die Republik von Jan Procházka ist ein Jugendroman über das Ende des Zweiten Weltkriegs in einem mährischen Dorf. In der Übersetzung von Peter Vilimek wurde er 1969 mit dem Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Jugendbuch ausgezeichnet.
Der zwölfjährige Bauernjunge Olin erlebt die letzten Kriegstage: Die Front kommt näher, Soldaten ziehen durch, das Dorf ist voller Angst, Gerüchte und Abrechnungen. Olin ist nicht mehr Kind und noch nicht erwachsen. Er erleidet und erfährt, was schwer zu begreifen ist, und muss sich zugleich mit den Erwachsenen um ihn herum auseinandersetzen. Im Mittelpunkt stehen seine Konflikte: mit dem Vater und der Mutter, mit den anderen Jungen im Dorf, mit der Dorfgemeinschaft und zu den Tieren.
Procházka, einer der wichtigen tschechischen Autoren der Sechzigerjahre, hat einen vielschichtigen, modernen Entwicklungsroman geschrieben. Erzählstruktur und Sprachton verlangen Aufmerksamkeit, und die Jury empfahl das Buch ausdrücklich als Brücke zur Literatur der Erwachsenen. Der Roman wurde in der Tschechoslowakei verfilmt.
Ein Jugendbuch für Leserinnen und Leser, die anspruchsvolle Romane über Krieg, Erwachsenwerden und Gerechtigkeit suchen. Die Ausgabe in der Oetinger-Auslese ist antiquarisch erhältlich.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1969: Preisträger Jugendbuch
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