Elegie der Nacht*
Elegie der Nacht von Michel del Castillo, aus dem Französischen übersetzt von Leonharda Gescher, ist ein autobiografischer Roman über eine Kindheit in Lagern und Heimen. 1960 erhielt das Buch den Sonderpreis des Deutschen Jugendbuchpreises zum Thema „Der junge Mensch in seiner Umwelt“.
Erzählt wird die Geschichte des Jungen Tanguy, in der der Autor sein eigenes Leben verarbeitet hat. Tanguy ist fünf Jahre alt, als er mit seiner Mutter vor den Folgen des Spanischen Bürgerkriegs nach Frankreich fliehen muss. Es folgen Internierungslager in Frankreich, ein Konzentrationslager in Deutschland und ein Heim für schwer erziehbare Kinder in Spanien. Was der Junge erlebt, ist kaum zu ertragen. Doch immer wieder begegnet er Menschen, die trotz eigener Not zu Helfern werden und ihm Hoffnung geben.
Die Jury lobte 1960 die entschiedene Menschlichkeit, mit der das Buch erzählt ist: tastend, ohne anzuklagen, ganz aus der Sicht eines Kindes, das den Krieg nicht versteht und trotzdem überlebt. Del Castillo war beim Erscheinen des Buchs erst Mitte zwanzig. Der Roman ist auch unter dem Titel „Tanguy“ erschienen.
Diese Taschenbuchausgabe trägt den Untertitel „Eine Jugend in Straflagern“ und ist bei Rowohlt erschienen. Ein ernstes Buch für ältere Jugendliche und Erwachsene, das sich gut für den Geschichts- und Literaturunterricht eignet.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1960: Sonderpreis „Der junge Mensch in seiner Umwelt“
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