Einmal*
Einmal von Morris Gleitzman ist ein Roman aus Australien über ein jüdisches Kind im besetzten Polen, aus dem Englischen übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn und bei Carlsen erschienen. 2010 wurde er für den Preis der Jugendjury im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises nominiert.
Polen, 1942. Felix lebt seit Jahren in einem katholischen Waisenhaus in den Bergen. Er glaubt, seine Eltern hätten ihn nur vorübergehend dort untergebracht und kämen bald zurück. Als er eines Tages eine ganze Möhre in seiner Suppe findet, hält er sie für ein Zeichen von ihnen. Er flieht aus dem Waisenhaus, um sie zu suchen. Unterwegs findet er die kleine Zelda neben ihren toten Eltern und nimmt sie mit. Gemeinsam ziehen sie weiter in eine Welt, deren Grauen Felix lange nicht begreift.
Gleitzman erzählt ganz aus der Sicht des Jungen, der die Wirklichkeit mit seinen Geschichten zu deuten versucht. Gerade weil Felix so arglos ist, erkennen die Leserinnen und Leser die Schrecken der Judenverfolgung umso deutlicher. Das Buch ist berührend, manchmal sogar komisch, und es zeigt die Kraft des Erzählens in einer unmenschlichen Zeit. Die Geschichte von Felix wird in „Dann“ und „Jetzt“ fortgesetzt.
Der Dachverband Jugendliteratur empfiehlt das Buch ab 12 Jahren. Es eignet sich für Jugendliche und für den Unterricht, wenn es um den Holocaust geht.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 2010: Nominiert Jugendjury
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