Ein Bruder zu viel*
Ein Bruder zu viel von Linde Hagerup, illustriert von Felicitas Horstschäfer und aus dem Norwegischen übersetzt von Gabriele Haefs, ist ein Kinderroman über Trauer, Eifersucht und eine ungewöhnliche Lösung.
Sara fand Steinar schon immer furchtbar, den Sohn von Mamas bester Freundin Karin. Nun ist Karin gestorben, und Steinar soll für immer bei Saras Familie wohnen. Sara versteht, wie ernst die Lage ist, aber ihr Herz bringt es nicht fertig, Steinar zu mögen. In ihrem Bauch wohnt ein „Ich-halt-das-nicht-mehr-aus-Tier“, das heraus will. Da findet Sara einen eigenen Weg, mit ihren Gefühlen umzugehen: Sie wird zu Alfred, Steinars großem Bruder, der mit ihm spielt und ihm das Lesen beibringt. Ihre Eltern nehmen die neue Rolle behutsam an, mit Kurzhaarschnitt und Jungenkleidung.
Linde Hagerup, die zuvor Romane für Erwachsene geschrieben hatte, legte hiermit ihr erstes Kinderbuch vor. Sie erzählt einfühlsam und ohne erhobenen Zeigefinger von schwierigen Gefühlen, die Kinder oft nicht aussprechen können. Das Buch war 2020 für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch nominiert.
Ein berührender Roman für Kinder ab 9 Jahren, der gut zum gemeinsamen Lesen und Reden über Verlust und Zusammenwachsen taugt.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 2020: Nominiert Kinderbuch
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