Die Wächter*
Die Wächter von John Christopher, übersetzt von Johannes Piron, ist ein Science-Fiction-Roman des britischen Autors. 1976 erhielt er den Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Jugendbuch; heute erscheint er bei den Ravensburger Taschenbüchern.
England in der Zukunft: Das Land ist in zwei Welten geteilt. In den dicht besiedelten Konurbationen leben die meisten Menschen in Hochhäusern, abgelenkt von Unterhaltung und Spektakeln. Draußen, in der Grafschaft, führt eine kleine Oberschicht ein ländliches Leben wie in vergangenen Jahrhunderten. Dazwischen liegt ein Zaun, und wer ihn überwindet, verstößt gegen die Ordnung. Der junge Rob flieht nach dem Tod seines Vaters aus der Stadt in die Grafschaft. Dort findet er Freunde und Unterschlupf – und entdeckt nach und nach, wer die Gesellschaft tatsächlich lenkt.
Die Jury hob die klare Grundidee und die erzählerische Umsetzung hervor, die eine theoretische Frage mit vielen konkreten Einzelheiten anschaulich macht. Der Roman fordert dazu heraus, verschiedene Vorstellungen von Glück und Ordnung miteinander zu vergleichen, und erzählt dabei spannend und schwungvoll.
Die Wächter ist eine Dystopie für Jugendliche, lange bevor das Genre populär wurde, und ein Buch über Freiheit, Kontrolle und die Frage, wem man trauen kann.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1976: Preisträger Jugendbuch
*