Die Entdeckung des Hugo Cabret*
Die Entdeckung des Hugo Cabret von Brian Selznick ist ein Roman in Worten und Bildern, aus dem Englischen übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn und bei cbj erschienen. 2009 wurde das Buch für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch nominiert. Martin Scorsese verfilmte es 2011 unter dem Titel „Hugo Cabret“.
Paris im Jahr 1931. Der Waisenjunge Hugo Cabret lebt heimlich in den verborgenen Gängen eines großen Bahnhofs. Er hält die Bahnhofsuhren in Gang und arbeitet an einem geheimnisvollen mechanischen Mann, den ihm sein Vater hinterlassen hat. Um ihn zu reparieren, braucht er ein Notizbuch, das einem mürrischen alten Spielzeughändler gehört. Bald stellt sich heraus, dass dieser Mann eine große Vergangenheit hat: Er ist der Filmpionier Georges Méliès.
Selznick erzählt auf ganz neue Weise: Seine Schwarz-Weiß-Zeichnungen führen die Handlung über viele Seiten selbstständig fort. Die ganz- und doppelseitigen Bilder arbeiten mit filmischen Mitteln wie Schnitt, Großaufnahme und Zoom und erinnern an die Ästhetik des Stummfilms, dazu kommen Filmstills und historische Fotos. So wird das dicke Buch zu einer Liebeserklärung an das Kino und an die Kraft der Fantasie.
Der Dachverband Jugendliteratur empfiehlt das Buch ab 10 Jahren. Es eignet sich auch für Kinder, die sonst vor dicken Büchern zurückschrecken, denn die Bilder ziehen sie durch die Geschichte.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 2009: Nominiert Kinderbuch
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