Der lange Weg nach Santa Cruz*
Der lange Weg nach Santa Cruz von Michael Ende ist eine Kindergeschichte über einen Jungen, der eines Morgens einfach nicht zur Schule geht. 1993 stand sie auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis.
Es ist ein verregneter Montagmorgen, und der achtjährige Hermann schlägt nicht den Schulweg ein, sondern lässt sich treiben. Er ist wütend und enttäuscht, denn zu Hause, so fühlt er es, wird seine jüngere Schwester ihm vorgezogen. Unterwegs hat er allerlei Erlebnisse und Begegnungen, und nach und nach verwandelt er seinen Ärger in Fantasien von Stärke und Macht. Am Abend liegt er fiebrig und verschnupft im Bett. Da liest ihm sein Vater die Geschichte vom langen Weg nach Santa Cruz vor – und Hermann fühlt sich endlich verstanden.
Michael Ende, der Autor von „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“, verbindet in diesem schmalen Buch eine realistische Alltagsgeschichte mit einer fantastischen Ebene und erzählt beides mit einem Augenzwinkern. Text und Bilder sind witzig gestaltet und greifen ineinander. Kinder finden sich in Hermanns Gefühlen von Eifersucht und Kränkung leicht wieder.
Ein kurzes, humorvolles Buch zum Vorlesen und ersten Selbstlesen für Kinder im Grundschulalter, besonders für alle, die ein jüngeres Geschwisterkind haben. Eltern bekommen nebenbei einen liebevollen Blick darauf, was in einem gekränkten Kind vorgehen kann.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 1993: Auswahlliste Kinderbuch
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