Das Haus, das ein Zuhause war*

Das Haus, das ein Zuhause war von Julie Fogliano, illustriert von Lane Smith und aus dem Englischen übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn, ist ein poetisches Bilderbuch über ein verlassenes Haus und die Geschichten, die darin stecken.

Mitten im Wald steht ein leeres Haus mit abblätternder Farbe, umgeben von wild wuchernden Pflanzen. Zwei Kinder entdecken es und nähern sich vorsichtig. Wer mag hier gelebt haben? Was hat er getan, wen hat er geliebt? Das Haus gibt seine Erinnerungen nur langsam preis: ein Foto, eine leere Konservendose, ein Buch. Kaum klettern die Kinder hinein, beginnen sie sich auszumalen, wie das Leben in diesem Haus einmal ausgesehen hat.

Lane Smith arbeitet mit übereinandergelegten Farbdrucken in kräftigem Rot und blassem Blau. Sobald die Kinder im Inneren des Hauses fantasieren, werden Bilder und Farben satter und lebendiger – ein Wechsel, der die Kraft der Vorstellung sichtbar macht. Der Text ist knapp und rhythmisch. Das Buch war 2020 für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch nominiert.

Ein stimmungsvolles Bilderbuch für Kinder ab 5 Jahren, das zum Weiterdenken und Geschichtenerfinden anregt.

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