Macker*

Macker ist ein Bilderbuch des britischen Illustrators David Hughes, übersetzt von Abraham Teuter. 1994 erhielt es den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch.

Das Buch zeigt Kinderalltag, wie ihn Bilderbücher sonst selten zeigen. Alle spielen miteinander, nur Pascal spielt allein. Dann fällt der Satz: „Komm, Simon, wir machen Marco fertig“, und mit dem ersten Fußtritt kippt das ausgelassene Herumtoben in Gewalt. Wer nach dem Warum fragt oder sich zurückziehen will, wird selbst angegriffen. Aus dem Miteinander wird ein Gegeneinander, und aus Opfern werden Täter. Eine Kette von „ausflippenden“ Gestalten entsteht, bei der man Anfang und Ende kaum noch ausmachen kann.

Hughes zeichnet seine Kinder grotesk überzeichnet, oft hinter Tiermasken, vor leerem Hintergrund. Comicartige Bildfolgen und filmisch inszenierte Bewegungen machen Hektik, Chaos und versteckte Aggression sichtbar. Die Jury hob hervor, dass Hughes damit eine kritische künstlerische Form für elementare Konflikte findet und die Vorstellung einer heilen Kinderwelt hinter sich lässt.

Ein provozierendes Bilderbuch für ältere Kindergarten- und Grundschulkinder, das sich weniger zum Einschlafen als zum Gespräch eignet: über Gruppendruck, Mitläufer und darüber, wie schnell aus Spiel Ernst wird. Für Erzieherinnen, Lehrkräfte und Eltern ist es ein guter Anlass, über Gewalt unter Kindern zu sprechen.

Uns gefällt Macker so gut, dass wir es in folgenden Kinderbuch-Empfehlungs-Listen 2026 empfehlen

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