Ich bin Fedde*
Ich bin Fedde von An Rutgers van der Loeff, aus dem Niederländischen übersetzt von Jutta und Theodor A. Knust, ist ein Jugendroman über einen Jungen, um den sich viele Stellen kümmern, aber kaum ein Mensch. 1977 wurde das Buch mit dem Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Jugendbuch ausgezeichnet.
Fedde ist kein einfaches Kind. Von seinen Eltern im Stich gelassen, gerät er in die Obhut von Ämtern, Heimen und Betreuern, eckt an und wehrt sich auf seine eigene Weise gegen eine Welt, die in ihm vor allem einen Problemfall sieht. Die Autorin erzählt, wie Fedde darin seinen Platz sucht – und wie schwer es auch die Erwachsenen haben, die im Namen der Gesellschaft für ihn verantwortlich sind.
Das Besondere an diesem Roman ist sein nüchterner Ton. An Rutgers klagt nicht an und drückt nicht auf die Tränendrüse. Sie zeichnet das vielschichtige Bild eines Außenseiters, das Mitgefühl weckt, ohne die Distanz zu verlieren. Die Jury hob genau das hervor: Die Spannung entsteht hier aus dem genauen Hinsehen, nicht aus großen Effekten.
Bei Amazon ist das Buch als dtv-Taschenbuch zu finden. Ein Roman für Jugendliche, die sich für Geschichten über Heimkinder und Außenseiter interessieren, und ein guter Anlass, über Verantwortung und Fürsorge zu sprechen.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1977: Preisträger Jugendbuch
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