Der Bär, der ein Bär bleiben wollte*

Der Bär, der ein Bär bleiben wollte von Jörg Steiner, nach einer Idee von Frank Tashlin, mit Bildern von Jörg Müller, ist ein Bilderbuch-Klassiker aus der Schweiz. 1977 stand es auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Bilderbuch.

Im Herbst legt sich ein Bär in seiner Höhle zum Winterschlaf. Während er schläft, kommen die Menschen, roden den Wald und bauen über ihm eine Fabrik. Als der Bär im Frühling erwacht und ins Freie tritt, steht er mitten auf dem Werksgelände. Dort hält man ihn für einen unrasierten Faulpelz und schickt ihn an die Arbeit. Der Bär beteuert, dass er ein Bär ist, doch niemand will ihm glauben, nicht seine Vorgesetzten und nicht der Direktor. Und irgendwann ist er sich selbst nicht mehr sicher.

Jörg Müller malt die Fabrikwelt sehr genau und realistisch; die Farben wechseln mit der Stimmung, vom Herbstwald bis zum Grau der Werkhallen. So verbindet das Buch eine Fabel über ein Tier mit den Fragen der modernen Arbeitswelt: Wie lange bleibt man sich treu, wenn alle etwas anderes von einem verlangen?

Ein Bilderbuch zum gemeinsamen Anschauen und Nachdenken, für Kinder und für Erwachsene, die über Anpassung und Eigensinn sprechen möchten.

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