Ferdinand der Stier*
Ferdinand der Stier von Munro Leaf, illustriert von Robert Lawson, ist ein Bilderbuch-Klassiker aus den USA über einen Stier, der lieber an Blumen riecht als kämpft. In der deutschen Ausgabe stand es 1967 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Bilderbuch.
In Spanien wächst der kleine Stier Ferdinand auf einer Weide auf. Die anderen jungen Stiere rennen, springen und stoßen sich mit den Hörnern, denn sie wollen alle einmal in der Arena von Madrid kämpfen. Ferdinand aber sitzt am liebsten unter seiner Korkeiche und riecht an den Blumen. Seine Mutter macht sich Sorgen, doch sie merkt, dass er glücklich ist, und lässt ihn. Dann kommen eines Tages Männer, die den wildesten Stier für den Stierkampf suchen, und ausgerechnet in diesem Moment setzt sich Ferdinand auf eine Hummel.
Die Geschichte ist kurz, mit wenigen Sätzen auf jeder Doppelseite, und erzählt mit trockenem Humor. Robert Lawsons Schwarz-Weiß-Zeichnungen sind voller Witz und Details. Das Buch erschien zuerst 1936 und gilt bis heute als Plädoyer dafür, so sein zu dürfen, wie man ist.
Ein Bilderbuch zum Vorlesen für Kinder ab dem Kindergartenalter und für alle, die leise Helden mögen.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 1967: Auswahlliste Bilderbuch
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