Faß zu, Toyon!*
Faß zu, Toyon! von Nicholas Kalashnikoff, aus dem Amerikanischen übersetzt von Ursula Bruns, ist eine Tiergeschichte aus der sibirischen Tundra. 1957 erhielt das Buch den Deutschen Jugendbuchpreis in der Sparte Jugendbuch.
Der Jäger Guran nimmt einen verwaisten Welpen bei sich auf. Aus dem kleinen Hund wird Toyon, ein kluger und mutiger Jagdhund, der nicht nur seinem Herrn, sondern der ganzen Familie treu zur Seite steht. Er bewacht die Rentierherde, stellt sich Wölfen und Bären entgegen und hilft Guran aus mancher gefährlichen Lage. Die Geschichte spielt in den letzten Jahren des Zarenreichs und zeigt den Alltag der Menschen in Nordsibirien, ihre Arbeit mit den Tieren und ihr Leben mit der Kälte.
Kalashnikoff, der selbst aus Sibirien stammte und später in den USA lebte, greift dabei eine Überlieferung der Jakuten auf. Die englische Originalausgabe „Toyon: A Dog of the North and His People“ erschien 1950. Das Buch verbindet eine spannende Hundegeschichte mit dem Bild einer fernen, heute fast vergessenen Lebenswelt.
Die deutsche Ausgabe ist bei Oetinger erschienen und heute vor allem antiquarisch zu bekommen. Ein Buch für Jugendliche und Erwachsene, die Abenteuer in der Wildnis und Geschichten über die Freundschaft zwischen Mensch und Tier mögen.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1957: Preisträger Jugendbuch
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