Das Pferd ohne Kopf*

Das Pferd ohne Kopf von Paul Berna, aus dem Französischen übersetzt von Ursula Rohden, ist ein Detektivroman für Kinder aus einer Pariser Vorstadt. 1957 stand das Buch auf der Auswahlliste des Deutschen Jugendbuchpreises.

Zehn Kinder aus der „Straße der kleinen Armen“ besitzen ein gemeinsames Spielzeug: ein altes Holzpferd auf Rollen, dem der Kopf fehlt. Mit ihm sausen sie die abschüssigen Straßen hinunter, und es ist das Schönste, was sie in ihrem grauen Alltag haben. Als eine Bande von Gaunern ausgerechnet dieses Pferd stiehlt, wollen die Kinder es zurück – und werden zu Detektiven. Warum interessieren sich erwachsene Verbrecher für ein kaputtes Spielzeug? Die Spur führt mitten in einen echten Kriminalfall.

Berna erzählt temporeich und mit viel Sinn für die Kameradschaft der Kinderbande, die zusammenhält, während die Erwachsenen ihnen Unrecht tun. Die Jury lobte damals, dass das Buch weit mehr sei als eine spannende Detektivgeschichte, weil es eine französische Kinderwelt echt und realistisch zeige.

Die Geschichte wurde später unter dem Titel „The Horse Without a Head“ verfilmt. Diese gebundene Ausgabe ist bei Boje erschienen; ein Krimi für Kinder im Grundschulalter, der von Mut, Zusammenhalt und einer ungewöhnlichen Beute erzählt.

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