Die Wölfe in den Wänden*
Die Wölfe in den Wänden von Neil Gaiman ist ein unheimliches Bilderbuch für ältere Kinder, illustriert von Dave McKean und aus dem Englischen übersetzt von Zoran Drvenkar. Das Buch erschien bei Carlsen und wurde 2006 für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch nominiert.
Lucy hört Geräusche in den Wänden ihres Hauses: ein Kratzen, ein Rascheln, ein Knistern. Sie ist sicher, dass dort Wölfe leben. Doch ihre Familie winkt ab – die Mutter, der Vater und der Bruder haben jeweils eine andere Erklärung. Dabei weiß jeder: Wenn die Wölfe aus den Wänden kommen, ist alles aus. Und eines Tages kommen sie. Die Familie flieht, aber Lucy kehrt zurück, denn ihr geliebtes Stoffschwein ist noch im Haus.
Gaiman erzählt eine Geschichte, in der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum bewusst verschwimmen. McKean wechselt in seinen Bildern zwischen Malerei, Collage, Fotomontage und expressiven Federzeichnungen; ruhige Seiten stehen gegen wild bewegte Doppelseiten. Das Buch ist schaurig, aber auch komisch, und es erzählt von einem Mädchen, das sich nicht einschüchtern lässt.
Der Dachverband Jugendliteratur empfiehlt das Buch ab 6 Jahren. Es eignet sich für Kinder, die sich gern ein wenig gruseln, und für Erwachsene, die außergewöhnliche Bilderbuchkunst schätzen.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 2006: Nominiert Bilderbuch
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