Die Frauen von der Plaza de Mayo*
Die Frauen von der Plaza de Mayo ist ein Lesebuch zum Thema Menschenrechte, herausgegeben von Gisela Klemt-Kozinowski, Heinke Wunderlich, Helmut Koch und Luise Scherf. Den Titel gaben ihm die Frauen, die sich jeden Donnerstag auf dem Maiplatz in Buenos Aires versammelten, um schweigend gegen die Verhaftung und das Verschwinden ihrer Angehörigen unter der argentinischen Militärdiktatur zu protestieren.
Ihr Protest wurde weltweit zum Zeichen für gewaltlosen Widerstand, und von ihm aus öffnet das Buch den Blick auf viele Formen der Menschenrechtsverletzung: Folter und Tod, Kindesmisshandlung, Rassismus, Zensur, die Benachteiligung von Frauen, Unrecht am Arbeitsplatz und Schäden an der Umwelt. Dokumente Betroffener stehen neben Zeitungsberichten, Interviews, amtlichen Berichten, Gefängnisbriefen, Gedichten und Romanauszügen.
Die Jury lobte den Wechsel zwischen Nähe und Sachlichkeit, zwischen der Sicht der Opfer und der Täter, zwischen fernen Schauplätzen und dem eigenen Umfeld. So entsteht eine Grundlage, um Zusammenhänge zu verstehen, und zugleich eine direkte Ansprache an die Leserinnen und Leser. 1985 erhielt das Buch den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendsachbuch.
Ein Sachbuch für Jugendliche, das zum Nachdenken, Diskutieren und Weiterlesen anregt und sich für Schule und Jugendarbeit eignet.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1985: Preisträger Jugendsachbuch
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