Die Borger*
Die Borger von Mary Norton, aus dem Englischen übersetzt von Christiane Jung, ist der erste Band einer Kinderbuchreihe über winzige Menschen, die heimlich unter den Dielen eines alten Hauses leben. Als „Die Borgmännchen“ stand das Buch 1956 auf der Auswahlliste des Deutschen Jugendbuchpreises.
Wo verschwinden eigentlich all die Sicherheitsnadeln, Knöpfe und Garnrollen? Bei Mary Norton ist die Antwort klar: Sie werden geborgt. Pod, Homily und ihre Tochter Arrietty Clock wohnen unter dem Fußboden eines englischen Landhauses und leben von dem, was sie sich bei den großen Menschen holen – eine Briefmarke wird zum Gemälde, ein Fingerhut zum Eimer. Die wichtigste Regel der Borger lautet: Lass dich niemals sehen. Doch Arrietty ist neugierig und will die Welt oben kennenlernen, und eines Tages begegnet sie einem Menschenjungen.
Die Geschichte lebt von der genauen, liebevollen Beschreibung dieser Miniaturwelt und von der Spannung, ob die kleine Familie entdeckt wird. Zugleich erzählt sie von Freundschaft über alle Grenzen hinweg und davon, wie eine Tochter sich aus der Enge des Elternhauses lösen will.
Die Reihe wird mit „Die Borger in den Feldern“ fortgesetzt. Diese gebundene Ausgabe von Fischer Sauerländer empfiehlt der Verlag zum Vorlesen und Selberlesen ab 10 Jahren.
- 📜 Deutscher Jugendliteraturpreis 1956: Auswahlliste Kinderbuch
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