Der Weg durch die Wand*
Der Weg durch die Wand von Robert Gernhardt, mit Bildern von Almut Gernhardt, ist ein Buch mit dreizehn abenteuerlichen Geschichten. 1983 erhielt es den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch; bei Fischer ist es neu aufgelegt.
Das Buch ist anders entstanden als die meisten Kinderbücher: Nicht die Bilder illustrieren die Geschichten, sondern die Geschichten erzählen zu den Bildern. Almut Gernhardt hat Stillleben gemalt – einen Glashasen vor einem Doppelspiegel, zwei gelbe Früchte vor einem Landschaftsausschnitt, drei Tonscherben auf einer Tischplatte. Die Geschwister Sandra und Inti entdecken diese Gegenstände, wenn sie Herrn P. besuchen. Und Herr P. erzählt ihnen zu jedem Ding eine Geschichte, die irgendwo zwischen Wirklichkeit und Erfindung schwebt.
Die Bilder wirken genau und zugleich ein wenig rätselhaft, und genau das setzt die Fantasie in Gang. Robert Gernhardt, Dichter und Zeichner der Neuen Frankfurter Schule, erzählt mit Witz und Lust am Flunkern. Die Jury lobte, dass junge Leser angeregt werden, Herrn P. beim Schwindeln zu ertappen, und dass Vorleser das erzählerische Spiel fortsetzen können.
Ein Buch zum Vorlesen und Selbstlesen für Kinder im Grundschulalter, die Geschichten lieben, bei denen man nie ganz sicher ist, was stimmt.
- 🏆 Deutscher Jugendliteraturpreis 1983: Preisträger Kinderbuch
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